Erwähnenswertes aus 20 Jahren FS Læsø Rende in Heikendorf:

.
Bau & Geschichte Læsø Rende als Feuerschiff
.

(zum Vergrößern bitte anklicken)

Download der Chronik als Word-Datei


1986 - Aquarell von Hans Steude
 

Die "Vorgängerin" der Laesö Rende im Möltenorter Hafen (1967-1985)
Das FS Flensburg, später FS Kalkgrund und ab 1991 "Noorderlicht"
 
Vergrößern
KN 02.12.1986

KN 27.12.1986

Kieler Express 02.01.1987

04.12.1986
 

KN 02.12.1987
 


Die Yacht Heft 2/1988
 


KN 1988


KN 20.10.1989

KN 13.06.1989

1992-Das FS Elbe 3 zu Besuch in Möltenort
Vergrößern 200KB!
Probsteer 22.12.2000

Die Verkaufsanzeige für das Fyrskib No. XV aus der Zeitung von Haderslev vom 02.10.1986
 

Vergrößern!

Vergrößern!

So lag unser Feuerschiff in Haderslev: 

 

Aus der KN vom 26. November 1986:

Bald macht die,, Laesø Rende" in Heikendorf fest

Das neue Feuerschiff ist 100 Jahre alt

Yachtclub kaufte es für 90.000 Mark in Dänemark — Außenwände sind 20 Zentimeter dick

ELKE HÖVER Heikendorf

Heikendorf hat ein neues Feuerschiff. Wie der Vorsitzende des erst vor wenigen Monaten gegründeten und inzwischen 60 Mitglieder starken Heikendorfer Yachtclubs, Andreas Neubauer, jetzt auf Anfrage der KN mitteilte, konnte der Verein in diesen Tagen nach langem hin und her den Kaufvertrag unterzeichnen. 90000 1 Mark zahlten die Segler für das Schiff, das 1987 100 Jahre alt wird und aus der Flotte der dänischen Feuerschiffe stammt Schon Ende dieses Monats soll die ,,Laeso Rende" nach Heikendorf geschleppt werden.

,,Ich war mehr als zehnmal in den vergangenen Wochen in Haderslev", berichtet Vorstandsmitglied Hans Steude, der den Kauf maßgeblich mit organisiert hat. Denn in Haderslev ist das Feuerschiff, eines aus einer Flotte von insgesamt 17 gleichartigen Schiffen, zu Hause. Und die Kommune Haderslev tat sich schwer bei dem Entschluss, das Boot herzugeben.

,,Erfahren hatten wir von der Möglichkeit, die Laeso Rende kaufen zu können, im Sommer bei einem Segelurlaub in Dänemark", so Vorsitzender Neubauer. Dänische Segler hätten berichtet die Gemeinde trage sich mit dem Gedanken, das Schiff zu veräußern. Bis es dann soweit war, gingen Monate ins Land. Unter rund 20 Bewerbern um das Boot gingen die Heikendorfer als beste Anbieter hervor.

,,Die Laesø Rende ist ein sehr gut erhaltenes Schiff", erklärt Andreas Neubauer. 1687 sei sie nach einjähriger Bauzeit in Dienst gestellt worden. Im Gegensatz zum ersten Feuerschiff, das lange das Bild des Heikendorfer Hafens geprägt hat ist die Laesø Rende ein Holzbau mit 20 Zentimeter dicken Außenwänden. Die ausgezeichnete Beschaffenheit des Schiffes, so Neubauer, habe die Seeberufsgenossenschaft nach einer Besichtigung bestätigt. ,,Wichtig für uns ist auch, daß das Schiff noch original als Feuerschiff gerüstet ist".

Auch innen entspricht es den Vorstellungen des Vereins. Alle Räume sind in gutem Zustand. Auf dem 33 Meter langen und sechs Meter breiten Schiff gibt es Räume, die sich für die Vereins- und Jugendarbeit eignen, Warmwasserbereiter und Heizung sind vorhanden, ebenso Duschen, eine gut eingerichtete Kombüse und eine Mannschaftskabine, die später auch als Unterbringungsmöglichkeit für Gäste genutzt werden soll. ,,Wir haben auch bereits konkrete Pläne", berichten Neubauer und seine Vorstandskollegen Steude und Christoph Baldrich, ,,wie wir das Schiff der Öffentlichkeit zugänglich machen". Der Verein denkt da weniger an Besichtigungen als an Veranstaltungen, zu denen die Bürger eingeladen werden können.

Erste Gespräche hat es bereits zwischen Heikendorfer Amateurfunkern und dem Yachtclub über eine Nutzung des Funkraumes gegeben

Für den Kauf des Feuerschiffes ,,hat der Verein keine Klinken geputzt". Die 90.000 Mark Kaufpreis beschaffte eine Gruppe von Mitgliedern. Der Unterhalt so der Vorstand, werde längst nicht so hoch sein wie beim alten Feuerschiff ,,Kalkgrund", das stark reparaturbedürftig war. ,,Zwar werden wir noch einige Kilogramm Farbe benötigen und auch im Innenschiff noch einiges verändern. Aber es sind alles Schönheitsreparaturen, die erledigt werden können, wenn das Geld dafür vorhanden ist".

Wenn die Laesø Rende ihren Platz im Hafen gefunden haben wird, soll es sofort losgehen mit einer gezielten Vereins- und vor allem Jugendarbeit. In den Wintermonaten sollen die Kinder theoretisch geschult werden.

Dafür steht dem Verein ein staatlich geprüfter Segellehrer zur Verfügung.

Wenn es dann im Frühjahr an die praktische Verwertung theoretischen Wissens geht dann will der Verein seinen jugendlichen Mitgliedern auch Übungsjollen zur Verfügung stellen können.

 


Die Überführungsfahrt nach Heikendorf

Vergrößern (72 KB)

 

KN 02.12.1986

Feuerschiff hat festgemacht

Das neue alte Feuerschiff im Heikendorfer Hafen. Wie berichtet, machte das frisch aus Dänemark importierte Holzschiff am Wochenende in Heikendorf fest. Eigentümer ist der Heikendorfer Yachtclub, der sich darinnen häuslich niederlassen und hier sein Vereinsheim einrichten will. 90.000 Mark blätterten die Mitglieder dafür auf den Tisch. Schon am Sonntag nutzten Spaziergänger die Gelegenheit, sich die Laesö Rende, die noch komplett so erhalten ist. wie sie vor 100 Jahren gebaut wurde, aus der Nähe anzusehen. Sie soll der Öffentlichkeit auch in Zukunft zugänglich sein, allerdings denkt der Verein da weniger an Besichtigungen als an Veranstaltungen, zu denen die Bürger eingeladen werden.

Probsteer 04.12.1986

Das neue, alte Feuerschiff hat festgemacht

Am vergangenen Wochenende machte das aus Dänemark importierte, hölzerne Feuerschiff im Möltenorter Hafen fest. Die "Laesö Rende«, die noch komplett so erhalten ist, wie sie vor 100 Jahren gebaut wurde, soll dem Heikendorfer Yachtclub (Eigentümer), in Zukunft als Vereinsheim dienen.

Jetzt im Heikendorfer Hafen

100 Jahre wird in diesem Jahr die .Laesö Rende', die seit neuestem im Heikendorfer Hafen liegt. Für 90.000 DM hat der Heikendorfer Yachtclub dieses dänische Feuerschiff — ein massiver Holzbau, auf der dänischen Orlogswerft gebaut — der Kommune Haderslev abgekauft. Zu ihrem Geburtstag soll die alte Dame jetzt auf Hochglanz gebracht werden, Reparaturen sind allerdings kaum nötig, bis auf eine dringend notwendige Arbeit am Deckboden in der Nähe der alten Ankerwinden. Sonst ist das Boot trotz seines hohen Alters tipp topp in Ordnung. Wenn die Arbeiten getan sind, plant der Vorstand an Bord Veranstaltungen auch plattdeutsche Dichterlesungen und norddeutsche Liederabende.

 

KN 27.12.1986

99 Jahre und kein bisschen klapprig

Das alte Feuerschiff im Heikendorfer Hafen wir zur Zeit auf Hochglanz gebracht

Ein leises Knarren, Tannenzweige auf den Tischen, Kerzenschein. An der Decke Klassizismus - ein Hauch von Gediegenheit Es lässt sich schon aushalten auf dem alten-neuen Feuerschiff im Heikendorfer Hafen. Die "Laesö Rende" hat sich gut gehalten für ihr Alter von 99 Jahren,

Massives Holzschiff mit einem Hauch von Gediegenheit

Und dass sie an ihrem 100. Geburtstag 1987. auf Hochglanz gebracht, ein Schmuckstück für den kleinen Hafen sein wird, dafür verspricht der Vorstand des Heikendorfer Yachtclubs in den nächsten Monaten zu sorgen, An Bord der Laesö Rende stellte der Vorstand jetzt das Konzept vor. das in den nächsten Jahren die Laesö Rende mit einer Menge Leben erfüllen soll. Denn das einzig museale an dem alten dänischen Feuerschiff, das der Verein erst vor wenigen Wochen für 90000 Mark der dänischen Kommune Haderslev abgekauft hat, soll wirklich das Alter des Bootes sein. Die Laesö Rende ist ein massiver Holzbau, auf der dänischen Orlogswerft gebaut. Ihre 16 Schwestern, die alle noch existieren, haben sich genau so gut gehalten wie das jetzt in Heikendorf liegende Schiff. Zwei der Feuerschiffe stehen noch "in Dienst" die anderen insgesamt 15 Boote dieser Serie fanden alle ihre Liebhaber.

"So schöne alte Holzschiffe kann man nur in Dänemark bauen" schwärmt der Vorsitzende des Heikendorfer Yachtclubs Andreas Neubauer und' fängt gleich an die vielen Vorteile eines Prachtstückes zu rühmen: die ausgezeichnete Belüftung, die Schönheit sowohl der Außenansicht wie auch des Innenausbaus. Bei letzterem gibt es zwar noch ein bisschen zu werkeln. Da haben die Modernisierer irgendwann in den dreißiger und fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts einige kleine Sünden begangen. Die sind aber — darin ist sich der Vorstand einig — reparabel. Eine dringend notwendige Reparatur am Decksboden in der Nähe der alten Ankerwinde ist das einzige, was wirklich an dem Boot gemacht werden muss. Ansonsten ist die Laesö Rende kerngesund.

Das Prachtstück braucht kaum repariert zu werden

Das zeigte sich erst kürzlich bei der Schleppfahrt von Haderslev nach Heikendorf. Dort erfuhren die Segler kurz vor der Fahrt von einem dänischen Lotsen: ..Dies Boot kriegt ihr hier nicht raus". Eine Sandbank in etwa 2.60 Meter Wasser- tiefe, meinte der Fachmann, sei für die Laesö Rende ein unüberwindbares Hindernis. Zwar hatten Schlepperkapitän Fritz Mährt und seine Crew wirklich einige Probleme, das Hindernis zu überwinden auch mit dem eigenen Schlepper. Aber der Laesö Rende machte das Gezurre über den Sand nichts aus. Inzwischen ist das Schiff zum Lieblingsaufenthaltsort einiger Vereinsmitglieder geworden. Täglich puzzelt einer mit Farbe und Pinsel und auch mal mit dem Staubtuch an Bord herum. Und so soll es bleiben. Die Laesö Rende soll jedem Mitglied des Vereins zu • jeder Tages- und Jahreszeit zugänglich sein. Und wenn die wichtigsten Putzarbeiten fertig sind, dann soll es auch losgehen mit Programm. "Wir wollen versuchen, hier an Bord Veranstaltungen anzubieten" berichtet der Vorstand. Dichterlesungen möglichst platt- oder doch wenigstens norddeutsch, vielleicht Liederabende. "Mal sehen, so in diese Richtung jedenfalls", heißt es dazu aus Vereinskreisen. Und dazu werden dann auch die übrigen Heikendorfer eingeladen.

 

  KN 26.11.1996

  Heikendorfer Yacht-Club restauriert schwimmendes Vereinsheim

 
  HYC-Mitglieder wie Ulrich Steingräber legen Hand bei den Reparaturen an, um das Vereinsheim in Schuß zu halten.

 
Alte Lady soll lange fit bleiben

Heikendorf (vr) Sie wurde mehrfach gerammt und am Ende des Zweiten Weltkrieges sogar beschossen. Doch der massige Eichenrumpf der "alten Dame" steckte alles weg. In diesen Tagen feiert sie ihren 110. Geburtstag. Den verbringt die "Laesö Rende" in ruhigeren Gewässern. Das frühere dänische Feuerschiff liegt seit zehn Jahren im Möltenorter Hafen, ist dort Blickfang und dient dem Heikendorfer Yacht-Club (HYC) seitdem als schwimmendes Vereinsheim. Damit der "Puls der alten Dame noch sehr lange schlägt", sanieren die HYC-Mitglieder das Schiff derzeit. So wurde unter anderem eine größere Fläche der Decksplanken ausgewechselt, wurde das morsche Holz am Fuß des hinteren Mastes erneuert und durch eine Edelstahlmanschette geschützt, wurde viel gemalt oder der Schandeckel mit einer Glasfaserschicht überzogen. Mit einer Schleifmaschine beseitigte Ulrich Steingräber gestern morgen dort noch letzte Unebenheiten. Dass das 32 Meter lange, sechs Meter breite und gut 300 Tonnen schwere Schiff dabei "nicht immer im Brautkleid" zu bewundern ist", stört den ersten Vorsitzenden Uwe Landschoof und die 90 Vereinsmitglieder nicht Die Arbeiten seien notwendig, um das schwimmende Klubheim für die nächsten Jahrzehnten zu erhalten. Die "Laesö Rende" ist nicht das erste Feuerschiff, das im Möltenorter Hafen liegt. Ihre Vorgängerin, das frühere deutsche Feuerschiff "Kalkgrund" (es lag von 1910 bis 1963 am Ausgang der Flensburger Förde; heute fährt es als Zweimaster "Noorderlicht"), diente der Möltenorter Seglerkameradschaft (MSK) seit 1968 als Klubheim. Als 1986 beschlossen wurde, die "Kalkgrund" zu verkaufen, spalte sich der Verein. Mit dem Vorhaben, sich an Land ein Vereinsheim zu bauen (die MSK hat es mittlerweile am Möltenorter Weg verwirklicht), konnten sich einige Mitglieder nicht anfreunden – und gründeten den Heikendorfer Yacht-Club. In Hadersleben entdeckten sie die am 14. Juni 1886 auf Kiel gelegte "Laesö Rende", kauften sie (Kosten 90000 Mark) und schleppten sie nach Möltenort. Das Positive zu der Zeit: Sieben ABM-Kräfte waren im ersten Jahr an der Restaurierung des Schiffes beteiligt, im folgenden Jahr waren es zwei. Darüber hinaus legten natürlich auch die Mitglieder mit Hand an. Die Möglichkeiten in bezug auf ABM Kräfte sind längst ausschöpft. Verstärkt gefordert ist daher die Eigeninitiative der Mitglieder. Und die sind sich einig, ein solch "einmaliges Schiff mit einzigartigem Ambiente" noch lange genießen zu wollen. Selbst Regen und Kälte hält einige nicht ab, jetzt am Schiff zu arbeiten. Pflegen sie die "alte Dame" weiter so, dürfte sie noch lange fit bleiben.

 

KN 08.12. 1996

Yacht Club gründet Förderverein

Feuerschiff soll fit bleiben

Heikendorf (vr) Koks schaufeln wie die ersten Besatzungen müssen die Mitglieder des Heikendorfer Yacht Clubs (HYC) nicht mehr: Der Brennkessel unter Deck ihres schwimmenden Jugend- und Vereinsheimes im Möltenorter Hafen ist im Laufe der Jahrzehnte mehrfach nachgerüstet worden. Doch die mit öl betriebene Heizung ist veraltet. Nur aus Beiträgen der derzeit 76 Mitglieder kann die Investition aber nicht finanziert werden. Der HYC hat daher den Förderverein "Freunde und Förderer des Feuerschiffes No. XV Laesö Rende" gegründet.


Ziemlich gestrig ist die Ölheizung unter Deck der "Laesö Rende". 
HYC-Vorsitzender Uwe Landschoof hält den Austausch der Anlage für erforderlich.

Das Ziel des Vereins: In enger Zusammenarbeit mit dem Heikendorfer Yacht Club soll der Erhalt des historischen Feuerschiffes durch Beiträge und Spenden gewährleistet werden. "Es sind •zwar immer Spender und Förderer da gewesen. Zukünftig benötigen wir aber eine sicherere Basis •um das Wahrzeichen für Heikendorf lange erhalten zu können, sagt Uwe Landschoof, der gleichzeitig HYC-Vorsitzender und Vorsitzender des neuen Förder-Vereins ist. So würde alleine die dringend notwendige neue Heizanlage ungefähr 20000 Mark kosten. Ohne Hilfe, so Landschoof, sei das nie machbar. Der neue Förderverein möchte aber nicht nur die finanzielle Unterstützung durch seine Mitglieder, er will ihnen auch etwas bieten. Filme, Lesungen und Vorträge rund um das Thema Seefahrt sollen zusätzliches "Leben ins Schiff bringen", so Landschoof.

Die rote "Laesö Rende", 32 Meter lang, sechs Meter breit und gut 300 Eichentonnen schwer, dient dem Heikendorfer Yacht Club seit 1986 als Klubheim. Die Mitglieder hatten das am 14. Juni 1886 in Kopenhagen auf Kiel gelegte Schiff damals in Hadersleben entdeckt und im November nach Möltenort geschleppt. Sieben ABM-Kräfte waren 1987 an der Restaurierung beteiligt, 1988 noch zwei. Dabei wurde unter anderem der ehemalige Generatorenraum im Mittelschiff zu einem maritimen Salon umgerüstet. Immer wieder haben auch HYC-Mitglieder Hand angelegt um das Schiff in Schuss zu halten. Sie versahen eine größere Fläche des Achterdecks mit neuen Planken, erneuerten das Schanzkleid und das morsche Holz am Fuß des hinteren Mastes, besserten schadhafte Stellen am Oberwasserrumpf aus und malten, malten, malten. So präsentiert sich das Schiff, das seit nunmehr 10

Jahren das Bild des Möltenorter Hafens prägt, laut Landschoof in einem guten Zustand. Für künftige Investitionen sei dennoch die Gründung des Förder-Vereins notwendig gewesen.

 

KN 23.01.2001

Bootsbauer ziehen auf die "Laesö Rende"

Land unterstützt Restaurierung

Uwe Landschoof kratzt in dem morschen Holz des Achterdecks, pult ein poröses, weiß-graues Gebilde aus einer Ritze. "Das ist Schwamm. Es muss dringend etwas passieren", sagt der l. Vorsitzende des "Vereins der Freunde und Förderer des Feuerschiffes Laesö Rende". Dessen Mitglieder setzen sich in enger Zusammenarbeit mit dem Heikendorfer Yacht Club (HYC), dem das am 14. Juni 1886 in Kopenhagen auf Kiel gelegte ehemalige Feuerschiff seit 1988 als schwimmendes Vereinsheim im Möltenorter Hafen dient, für den Erhalt des historischen Schiffes ein.

Dass tatsächlich etwas geschieht und Schäden im größeren Umfang auf der 32 Meter langen, sechs Meter breiten und gut 300 Tonnen schweren "Laesö Rende" behoben werden können, verdankt der Förderverein einer Zuwendung des Innenministeriums über 50.000 Mark. Minister Klaus Buß hatte den Betrag schon während der Verabschiedung von Bürgermeister Sönke Jändling zugesagt. Es sind Gelder, die aus Glücksspielmitteln stammen und die, so Klaus Büß, dazu beitragen sollen, das maritime Denkmal noch lange zu erhalten.

Decksplanken müssen erneuert werden

Immer wieder legten und legen HYC-Mitglieder selber Hand an, um das Schiff in Schuss zu halten - so weit das Geld eben gereicht hat. "Es gibt aber bootsbauspezifische Arbeiten, die Laien nicht bewältigen können", erklärt Uwe Landschoof. So müssen unter anderem alle Decksplanken des Achterschiffs, ein Teil des Schanzkleides und das gesamte Schandeck der Backbordseite erneuert werden. Ausgetauscht werden sollen auch Wände unter Deck, zudem ist der Einbau einer funktionsfähigen Dauerlüftung geplant. Den Auftrag für diese Arbeiten erhielt die Baadewerft im dänischen Rödbyhavn, die, so Landschoof, spezialisiert ist auf die Restaurierung von Traditionsschiffen.

Einfache, vorbereitende Arbeiten übernehmen Mitglieder des Fördervereins und des HYC. Alles aus eigenen Mitteln zu bezahlen, hätte die finanziellen Möglichkeiten des zurzeit 72 Mitglieder zählenden Vereins überschritten. Verworfen haben die HYC-Mitglieder Überlegungen, auf' dem vorhandenen Deck ein neues, dünneres zu verlegen.Stattdessen sollen die morschen Planken ausgetauscht und durch neue ersetzt werden. In die Nähte wird dann geteertes Werg eingeschlagen, das anschließend mit Pech ausgegossen wird. "Ist alles fertig, kann das Deck 30 Jahre und länger halten", sagt Uwe Landschoof. Das Deck des Vorderschiffs ist bereits ausgebessert worden. Beginnen sollen die Arbeiten im Mai, wenn mit trockenen Wetterlagen zu rechnen ist. Die dänischen Bootsbauer werden dann gut drei Wochen auf der "Laesö Rende" im Möltenorter Hafen wohnen. In der Zeit ist auch Uwe Landschoof an Bord, um dort für die Dänen zu können.
 

Teilweise völlig morsch sind die Decksplanken im Achterschiff. Uwe Landschoof entdeckt dort auch Schwamm. Die Schäden werden beseitigt.

 

Download der Chronik als PDF-Datei
 


Interessierte sind herzlich eingeladen das Feuerschiff im Möltenorter Hafen zu besuchen und nach Absprache zu besichtigen oder die Clubkameraden am Freitag bei dem abendlichen „Klönschnack“ zu treffen.

Wem die Idee, ein Feuerschiff für unsere Enkel zu erhalten, gefällt, ist gerne eingeladen sein Scherflein dazu beizutragen.